Frame-Zeit nach Bildwiederholrate
Ein Bildschirm zeigt Bewegung nicht fortlaufend. Er zeichnet viele Male pro Sekunde ein neues Standbild, und die Bildwiederholrate (auch Bildwiederholfrequenz) gibt an, wie oft: 60 Hz heißt 60 Bilder pro Sekunde. Die Zeit zwischen zwei Bildern, die Frame-Zeit, ist für einen Tempotest entscheidend, denn jede Änderung auf dem Bildschirm muss auf das nächste Bild warten, bevor du sie sehen kannst.
| Bildwiederholrate | Zeit pro Frame |
|---|---|
| 60 Hz | 16,67 ms |
| 120 Hz | 8,33 ms |
| 144 Hz | 6,94 ms |
| 165 Hz | 6,06 ms |
| 240 Hz | 4,17 ms |
| 360 Hz | 2,78 ms |
So misst diese Seite
Browser führen Animationscode einmal pro angezeigtem Frame aus, und laut MDN entspricht das in der Regel der Bildwiederholrate des Displays. Die Seite fordert etwa 150 Frames am Stück an, misst den Abstand zwischen je zwei und nimmt den Median. Liegt das Ergebnis wenige Prozent neben einer Standardrate wie 60, 120 oder 144 Hz, wird diese angezeigt, sonst der gemessene Wert. Die Gleichmäßigkeit ist der Anteil der Frames, die pünktlich kamen – niedrige Gleichmäßigkeit heißt verlorene Frames und eine unsicherere Schätzung.
Browser pausieren Animationen in Hintergrund-Tabs; darum beginnt die Messung neu, wenn du wegwechselst, und darum bricht jeder Test auf dieser Seite einen Durchgang ab, wenn der Tab verborgen wird.
Geschätzte Rate = 1.000 ÷ Median-Abstand zwischen etwa 150 Animationsframes (ms), als nächste Standardrate angezeigt, wenn sie innerhalb von 4 % liegt.
Gleichmäßigkeit = Anteil der Abstände innerhalb von 25 % dieses Medians.
Abfragerate des Zeigers = 1.000 ÷ Median-Abstand zwischen rohen Zeigermeldungen während der Bewegung.
Rechenbeispiel
- Median-Abstand zwischen Frames 6,95 ms → 1.000 ÷ 6,95 = 143,9 Hz → innerhalb von 4 % von 144 Hz, die Seite zeigt also 144 Hz, 6,9 ms pro Frame.
- Ein 60-Hz-Bildschirm und eine 125-Hz-Maus: Die Änderung kann bis zu 16,7 ms auf den nächsten Frame warten und der Klick bis zu 8 ms auf die nächste Meldung – allein diese beiden ergeben bis zu etwa 25 ms zusätzlich zu deiner Reaktion.
- Ein 240-Hz-Bildschirm und eine 1.000-Hz-Maus: bis zu 4,2 + 1 ≈ 5 ms.
Grenzen der Messung
- Es ist eine Schätzung. Ausgelastete Rechner verlieren Frames; die Gleichmäßigkeit sagt dir, wann du neu messen solltest.
- Hintergrund-Tabs bekommen keine Frames, die Messung startet beim Zurückwechseln neu.
- Manche Browser geben nur eine Zeigermeldung pro Frame weiter, wodurch der Zeigerwert bei der Bildschirmrate gedeckelt ist; die Seite weist darauf hin.
- Sie sieht nicht in den Monitor hinein. Die eigene Verarbeitungszeit des Panels (Input Lag) wird hier nicht gemessen; RTINGS misst sie mit einer Fotodiode.
Bildwiederholrate prüfen und einstellen
Der Browser läuft mit der Rate, die das System vorgibt. Unter Windows 11 findest du sie in den Einstellungen unter System › Bildschirm › Erweiterte Anzeige, beim Punkt Bildwiederholfrequenz; auf dem Mac unter Systemeinstellungen › Displays. Kann dein Monitor 144 Hz, dort stehen aber nur 60, prüf Kabel und Anschluss: Nicht jedes Kabel überträgt hohe Raten bei jeder Auflösung. Ändere die Einstellung, komm hierher zurück und miss erneut.
Wie viel dein Setup zu deinen Ergebnissen beiträgt
Zwischen dem Moment, in dem sich etwas ändert, und dem Moment, in dem deine Eingabe registriert wird, summieren sich mehrere Verzögerungen. Nur eine davon bist du.
| Schritt | Typische Größe | Quelle |
|---|---|---|
| Warten auf den nächsten Frame | 0 bis 1 Frame (bis 16,7 ms bei 60 Hz) | Frame-Zeit oben |
| Der Monitor zeichnet den Frame | „gute“ Monitore unter 15 ms; in der Bildschirmmitte mindestens ein halber Frame | Input-Lag-Tests von RTINGS |
| Deine Reaktion | etwa 213–231 ms im kalibrierten Labor | Woods et al. 2015 |
| Die Maus meldet den Klick | bis 8 ms bei 125 Hz, bis 1 ms bei 1.000 Hz | Logitech |
In der Woods-Studie fügten selbst sorgfältig gewählter Bildschirm und Maus im Schnitt 17,8 ms hinzu, und die Autoren weisen darauf hin, dass normale Computer deutlich mehr hinzufügen können. Das Rechenbeispiel zeigt, wie weit zwei Setups auseinanderliegen können – deshalb sind Ergebnisse nur auf demselben Gerät vergleichbar.
Was das für jeden Test bedeutet
- Reaktionszeit: direkt betroffen. Warten auf den Frame und die Monitorverzögerung landen in deinem Ergebnis. Der Test startet die Uhr mit dem Frame, der die Änderung zeigt; das nimmt einen Teil der Wartezeit heraus, nicht aber den eigenen Lag des Monitors.
- Klicks pro Sekunde: nicht betroffen. Jeder Klick zählt mit seinem eigenen Zeitstempel; der Bildschirm aktualisiert nur den Zähler.
- Tippen: kaum betroffen. Das Tempo wird über viele Sekunden gemessen, ein paar Millisekunden pro Taste verschwinden.
- Aim-Trainer: ein wenig. Auf einem schnelleren Bildschirm erscheinen Ziele früher und der Zeiger bewegt sich flüssiger.
- Zahlengedächtnis: nicht betroffen.
Das Feld zur Abfragerate des Zeigers
Beweg die Maus schnell im Feld, und die Seite zählt, wie viele Positionsmeldungen pro Sekunde ankommen. Wo der Browser es unterstützt, hört sie auf rohe Zeigermeldungen, die so schnell kommen, wie das Gerät sie sendet; sonst liest sie die zusätzlichen Meldungen, die der Browser in jedes Bewegungsereignis packt. Manche Browser liefern nur eine pro Frame, dann warnt die Seite, dass der Bildschirm und nicht die Maus die Grenze sein könnte.